Wolfgang´s Technik Tips Africa Twin

  

Da die Africa Twin ja ein sehr beliebtes Reise-Motorrad ist, möchte ich euch ein paar Modifikationen vorstellen, die ich an meinem Bike gemacht habe. Manche davon beugen einer Panne vor, andere dienen nur der optischen Veränderung.
 
   

Die Benzinpumpe: An der Unterseite der Benzinpumpe (Am Plastikdeckel) befindet sich ein Ablauf, auf dem ein Schlauch stecken sollte. Ist das nicht der Fall, dann einen anbringen! (So wie bei meiner vorherigen RD07 /93 fehlte dieser Schlauch, was dazu führte, dass eingedrungener Schmutz und Feuchtigkeit den Kontaktschalter der Pumpe lahm legte und der Motor keinen Sprit mehr bekam).  Also immer auf den "Siff"-Schlauch achten!

Kotflügel vorne: (Bild siehe oben) Schon einmal im zähen Schlamm stecken geblieben, weil sich das Vorderrad nicht mehr dreht? Der Schlamm setzt den Kotflügel vorne solange zu, bis sich das Rad nicht mehr drehen kann. Abhilfe schafft ein Enduro-Kotflügel (z.B. Acerbis für CR250), der anstelle des Originals montiert wird. Einfach an die untere Gabelbrücke schrauben, fertig. Eine Veräderung der Aerodynamik bei höheren Geschwindigkeiten konnte ich nicht feststellen. Eine Aluadapter ist notwendig, damit ein dritter Befestigungspunkt für den Kotflügel geschaffen wird. 

Die Blinker hinten: (Siehe Bild oben Mitte) Habe ich gegen nicht so ausladende Typen aus dem Hein Gericke Laden ersetzt. Damit kriegt man Koffer besser ans Moped und außerdem ist die Optik von hinten schmäler.

Umbau des Tripmaster auf zusätzliche Km/h Anzeige:

  Links der Sigma Tacho für die Spritanzeige  

Das Armaturenbrett: Ist -wie man sieht-, nicht mehr sehr original. In der Mitte oben ein Touratech IMO100R300, (siehe Touratechseite für nähere Beschreibung), darunter zwei herkömmliche Instrumente (Conrad Electronic, je ca. 45.-DM), die bisher auch dem Wetter trotzen! Eins für Wassertemperatur, das andere für den Öldruck. Diverse LED´s für die Anzeigen Fernlicht, Blinker usw., sowie eine Steckdose  runden das Cockpit ab. Es bleibt bei anderer Anordnung noch genügend Platz für ein Roadbook.

 
Der Scheinwerferschutz: Ist auch selbstgemacht. Die fertig gekauften sind einfach zu teuer und auch nicht effektiver als meiner. Deshalb: Selbst ist der Mann! Wer so einen Schutz für seine RD 07 haben will, kein Problem. Für DM 60.- könnt Ihr so einen Schutz haben incl. Anbaumaterial.

 
Der H&P Sturzbügel: An die Verschraubung des rechten Rahmen - Unterzugs habe ich noch ein Blech mitangeschraubt (4mm Stärke), das den Sturzbügel so aufnimmt, daß bei einem Umfaller der Bügel am Platz bleibt. Die Originallaschen sind nur aus 1mm starken Blech, die auch ohne Sturzeinwirkung abvibrieren. 

Die Bereifung: Wer in sandige Gebiete fahren will, sollte den Originalreifen dringend tauschen gegen einen TKC 80 von Conti. Dieser Reifen hat eine gute Lebensdauer und ist im Gelände auch ganz brauchbar. Als Alternative kann ich noch den T63 (Desert) von Michelin empfehlen. Wer will, kann sich hier eine Kopie eines Fahrzeugbriefs in dem der TKC 80 bereits eingetragen ist, runterladen (TKC.ZIP). Leider ist die Qualität nicht sehr hoch, aber
damit sollte es kein Problem sein, den Reifen in die Papiere beim TÜV eintragen zu lassen. Wer den SUPER-GRIP im groben Gelände braucht, der sollte den MITAS (Früher BARUM) Stone-King nehmen. Den gibt es als 17" in der Größe 130. (Natürlich ohne Zulassung.) 

 
Die Sitzbank: Nach langem Suchen wurde ich bei Pauls Endurokeller fündig. Aufgrund des häßlichen Designs der gebrauchten Sitzbank war der Preis dafür mit 80.- DM sehr günstig. Den Kern der Bank gekürzt, mit Leder überzogen und wieder angetackert. Den hinteren Teil der Sitzbank ersetzte ich durch ein Ladeblech, auf dem Gepäck Platz findet. (Alu-Blechstärke etwa ca. 1,5mm) An den seitlichen Krampen lassen sich Gepäckrollen bequem verzurren. 
Kettenfettschutzblech: (Pfeil) Rechts unterhalb dem Tank seht Ihr ein Blech aus Aluminium. Dieses Blech verhindert, daß Kettenfett auf den Rahmen und die Hose geschleudert wird. Einfach, aber effektiv!

Der Spritmesser: Anstelle des Verbindungsstücks, das unter der linken Tankseite zu finden ist, habe ich den Spritmesser Geber installiert. Das Modul befindet sich vorne am Armaturenvorbau. Von dort habe ich mir auch den Strom geholt, natürlich abschaltbar durch den Zündschlüssel. Ach ja: Der Geberanschluß muss etwas vergrößert werden, damit der Benzinschlauch abdichtet. Am besten mit einem passenden Benzinschlauch mit etwas geringerem Durchmesser als der Originale. Dafür ist der Geber dann Dank des Schlauchhalters auch in der waagrechten, was die Genauigkeit im unteren Verbrauchsbereich steigert. Diese Ansicht zeigt allerdings einen alten Geber des SPM Moduls.

  So, ich hoffe Dir ein paar Anregungen gegeben zu haben, viel Spaß und Erfolg beim optimieren Deiner Africa Twin!