Aufpassn!

Die Kolumne von Dr. G. Wichtig

 

Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt...

 

Hee...moi a bisserl aufpassn!

Ein wunderschöner Frühlingstag. Es ist Sonntag Morgen, die Luft so klar wie geschliffenes Bleikristall. Eine Gnade zu dieser Welt zu gehören. Von der Muse geküsst besteigen wir unsere motorisierten Freunde, um in den Gründen der Hafen AG, ein beliebtes Ausflugsziel der Zweiradwanderer, nach dem Rechten zu schauen. Just an diesem Morgen, der an Anmut nur noch durch einen ausgiebigen Geschlechtsverkehr zu überbieten wäre, gesellt sich ein beklemmendes Gefühl.

"Hat Winnetou den Sorgen Platz gemacht in seinem Herzen ?" fragt der Mann mit der Silberbüchse, dessen Namen wohl jeder Belzebub schon einmal gehört haben muss. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: "Kreizkrutzefixvermalledeit....Sacklzement - wos isn do bassiert - soiche Aoschlecha !?!?!

So, oder ähnlich könnte es sich abgespielt haben, als die Delegation des Endurostammtischs das Domizil der Mauerschwalben - unseren Übungs-Kiesberg - eines Tages nicht mehr vorfanden.
Zur Vorgeschichte:

Ein von Langeweile gepeinigter ...wahrscheinlich impotenter Mann, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur zu schützen wo es nur geht... oder auch nicht geht. Es handelt sich um einen Herren, der auch schon mal Fischer wegen "nicht artgerechte Haltung von Wasserbewohnern" angezeigt haben soll, weil diese den gefangenen Fisch mit ihrer Angel rücksichtslos an die für ihn lebensbedrohliche Frischluft zogen. Eines Tages, als er wieder mal besonders gelangweilt oder impotent war, fand er im Hafengebiet zu Ittling einen Kieshaufen auf dem einige Kräder Übungen zum Erlernen der Offroadfahrens begangen. Er sah es ganz deutlich an den Spuren und war über dies nicht glücklich. (Ich meine die Impotenz, nicht die Spuren). Dann überkam es den Glücklosen, zu prüfen, ob nicht niedere Kreaturen durch diese infame Art und Weise der Belustigung in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt würden. Er wurde, wie er glaubte, fündig...

Seit längerer Zeit nisteten Mauerschwalben in diesem Haufen, die uns immer wieder sehr relaxed und vor allem potent beim Fahren beobachteten. Scheinbar störte es in keinster Weise die Brut, da sich das Schauspiel schon über mehrere Federviehgenerationen wiederholte. Nun veranlasste der sexuell Gestörte, dass die Straubinger Polizei mit Nachdruck den "Sündern" auf den Pelz fühlte. Szenen spielten sich ab, wie beim Grenzübergang Waidhaus, wenn mehrere Tamilen versuchen aus einem Schmuggler - LKW zu kriechen und nicht in die Hände von nazi-angehauchten Behörden zu fallen. Dies gelang auch manchmal, wenn die Grünen gerade beim Nasenbohren einschliefen.

Andererseits beobachtete der schwach Erigierte die Steuerempfänger bei der Arbeit, um durch seine Abgaben auch seine Interessen vertreten zu sehen. Und nun dieser Eklat!!! Dieser Kieshaufen, der beschützt wurde wie Ayers Rock, sollte auf einmal nicht mehr da sein?? Was war passiert?

Ganz klar, die Eigentümer wollten halt wieder ein Feld zur Bewirtschaftung, und die Bagger der Hafen GmbH machten ihn dem Erdboden gleich. Aufgefüllt mit frischem Humus, erinnerte nichts mehr an die Schandtaten einer unnütz - stinkenden, lärmenden Schar von militanten Freaks, die es wagten geweihte Erde mit ihrer bloßen Anwesenheit zu besudeln. Pfui!!.

Mauerschwalben.....?....wahrscheinlich Opfer der zierlichsten Geschöpfe der Industriegesellschaft, mit integriertem Dieselverbrauch von nur 100 Liter wohlschmeckendem Diesel in der Stunde: Dem Bagger!

Was wird wohl dieser lustige - impotente Geselle gedacht haben, als er um die Früchte seines Strebens betrogen wurde? "Früher stand er noch!"...könnte ein Gedankengang sein.

Somit hat er IHN verdient,..... den Kolbenfresser des Monats März....

Dieser geht an Herrn Viagr.... äh... Berg***** (Name der Redaktin bekannt), den Pensionisten ohne Perspektiven!


Euer

 

Dr. G. Wichtig